Der Beginn vieler Ereignisse verbirgt sich wie so oft im Dämmrigen der Vergangenheit und ist nicht klar auszumachen. So fokussiert sich auch die Entstehungsgeschichte des Bürgervereins Schönenberg auf wenige Personen. Es muss so um den Jahreswechsel 1979/1980 gewesen sein, da saßen sonntags beim Früh- oder Spätschoppen an der Theke des „Hotels Jagdhaus“ u.a. vier junge Männer zusammen, alle mit dem Vornamen Peter. Sie waren der Meinung, dass auch der Ort Schönenberg einen Verein haben sollte, der sich um die Geschicke des Ortes im allgemeinen und die Bürger im besonderen kümmern sollte.

Der Gedanke gefiel den vieren, es waren Peter Hänscheid, Peter Müller, Peter Hochschulz und Peter Könsgen, so gut, dass einer von ihnen Hans-Arnold Schmitt angesprochen hat. Auch er war von der Idee so begeistert, dass er mit Werner Pampus eine Strategie zur Umsetzung dieser guten Idee beriet. Im Protokoll der Gründungs-versammlung wird Hans-Arnold Schmitt als „Wortführer der Initiativgruppe“ bezeichnet. Zunächst stellten die beiden einen potentiellen Vorstand zusammen. Mit ihren Vorstellungen wurden sie eines Sonntagmorgens Fritz Pütz vorstellig und legten auch bei ihm Feuer. Als sie gingen, hatten sie von ihm die Zusage, für den Posten des Vorsitzenden zur Verfügung zu stehen, wohl aufgrund der alten Strategie: Halb zogen sie ihn, halb sank er hin. Der Rest ist schnell berichtet:

Es folgt die Einladung zur Gründungsversammlung durch Hans-Arnold Schmitt (dem Gründungsvater sozusagen) im Mitteilungsblatt der Gemeinde Ruppichteroth. Um 11 Uhr am 3. Februar 1980 versammeln sich 43 interessierte Bürger im „Gasthof Zur Linde“, übrigens dem Vereinslokal des Bürgervereins, ein Vorstand wird gewählt:

  • Vorsitzender: Fritz Pütz
  • stellvertr. Vorsitzender: Hans-Arnold Schmitt
  • Schriftführer: Paul Fischer
  • Kassierer: Gernot Stommel
  • Beisitzer: Werner Pampus,

einstimmig, ohne Gegenstimmen, ein Jahresbeitrag von 1,50 DM/pro Monat vorgeschlagen und die Erarbeitung einer Satzung beschlossen.

Um 13.15 Uhr war alles vorbei, und es begann eine Erfolgsgeschichte in Schönenberg.

Der Übersichtlichkeit wegen muss sie in verschiedene Abteilungen geordnet werden:

1.Abteilung: Tiefbauarbeiten, die schon im Gründungsjahr beginnen: Anlage und Ausbau des Longdendale Platzes Bau des Fußweges entlang der Bergstraße Erdarbeiten zur Verbreiterung der Haltestelle Wingenbacher Straße Ausbau und Neugestaltung des Brunnenplatzes Ausbau des alten Weges, der durch den Kirchberg führt Bau einer Wartehalle am Longdendale Platz Bau des Dorfplatzes an der Grundschule mit Teichanlage, Dorfhaus, Wegen, Beleuchtung und Bepflanzung im Gesamtvolumen von ca. 180.000,--DM, mit Landeszuschüssen Herrichten von Werkstatträumen unter dem Pavillon der Grundschule Die Tiefbauarbeiten brachten uns den Namen „Malocher aus dem Bröltal“ ein, auf den wir damals und heute stolz sind, denn er stammt von dem damaligen Landrat Dr. Franz Möller.

2. Abteilung: Dorfverschönerung Müllsammelaktionen Anfertigen und Aufstellung von Sitzbänken im gesamten Ort (ca. 60) Teilnahme an den Planungen für den Ausbau der B 478 (Bepflanzung, Gehweg, Leuchten) Gestaltung und Bepflanzung des Rosenweges Aufstellung einer englischen Telefonzelle auf dem Longdendale Platz 1994 erhalten wir den Titel: „Schönstes Dorf im Rhein-Sieg-Kreis“ Bepflanzung der Straße „Im Gierenfeld“

3. Abteilung: Veranstaltungen und Brauchtumspflege Jährliches Pfingsteiersingen (in einem Film dargestellt vom Amt für Rheinische Brauchtumspflege) Teilnahme an den Karnevalszügen nach Hänscheid Kinder- und Familienwanderungen Spielnachmittage für Kinder Gemütliche Abende Preisskate Platzkonzerte Ortsnahe Wanderungen Wanderungen an Rhein und Ahr Städtefahrten Aufschichten und Abbrennen der Martinsfeuer Nachbarschaftsfeste zum Kennenlernen Durchführung gemeindlicher Altentage Bildungs-Reisen nach Dresden (bisher 4x)

4. Abteilung: die Zukunft. Die Stimmung im Verein ist gut, die Mitgliederzahlen sind gestiegen, die Finanzlage ist beruhigend, die Aktiventruppe müsste sich weiter verjüngen, die Bereitschaft zur Mitarbeit an der Gestaltung unseres Ortes muss wachsen. Aber wir leben natürlich nicht auf der Insel der Glückseligen.

Großes Ziel und Anliegen bleibt nach wie vor, das Zusammenleben der Menschen in diesem Ort zu fördern, Jung und Alt, Alteingesessene und Neubürger zusammenzubringen in einem von allen Schönenbergern lebenswert gestalteten Umfeld. Hier zeigen sich schöne Erfolge, aber es gibt auch noch viel zu tun. Hinter dieser nüchternen Aufstellung, in der nur die wichtigsten Punkte enthalten sind, verbirgt sich natürlich sehr viel Arbeit. Diese Arbeit wird in der Hauptsache seit der Gründung im Jahre 1980 jeweils dienstags vom Frühjahr bis in den Spätherbst, d.h. so lange wir noch etwas sehen können, ab 18 Uhr von einer Gruppe Aktiver geleistet. Der Dienstag ist in Schönenberg Bürgervereinstag. Je nach Projekt wird auch noch freitags und/oder samstags gearbeitet. Und das mit großem Enthusiasmus. Unterstützt werden alle Unternehmungen des Bürgervereins durch die große Resonanz, die wir in der Bevölkerung haben. Dies zeigt sich nicht zuletzt in über 200 Mitgliedschaften, die wir haben. Stolz sind wir darauf, dass wir viele junge Familien, die in den letzten Jahren in das schnell wachsende Schönenberg gezogen sind, für eine Mitarbeit gewinnen konnten. Tendenz steigend. Aber wir wissen uns auch wohlwollend begleitet und in vielfältiger Weise unterstützt durch die Schönenberger Bürger. Dafür sind wir sehr dankbar. Und noch einen weiteren, wesentlichen Punkt müssen wir nennen: das ist das exzellente und freundschaftliche Verhältnis zu unserer Gemeindeverwaltung und deren Mitarbeiter(innen)n in allen Dienststellen. Viele Dinge haben ihren Anfang an dem alten Eichentisch im Büro des Bürgermeisters genommen, so die beispielhafte Gestaltung der Ortsdurchfahrt Schönenberg. Oder der Ausbau des Dorfplatzes an der „Grundschule am Brölbach“. Immer noch ein Erfolgsmodell. Oder die gemeinsamen Veranstaltungen am Rathaus. Und, und, und ... 

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